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articles, essays and papers
- für kenner seiner arbeiten wie für kenner des ingolstädter museums für konkrete kunst hört sich eine ausstellung von werken von herman de vries vielleicht logisch an, bedeutet aber eine allerdings positive herausforderung für beide partizipanten und das publikum: für den künstler, weil seine naturarbeiten - "seit 1970 arbeite ich mit der natur zusammen" sagt er selber am liebsten - so weit wie nur möglich von theo van doesburgs grundlegender definition der konkreten kunst entfernt zu sein scheinen; für das museum bedeutet es ein zusammenspiel von natürlichem und künstlerischem, wie man es in diesem haus von jeher erleben kann - die permanente energetische installation jan van munsters am eingang bezeugt dies nachdrücklich; dennoch kann man zu recht verteidigen, dass konzeptionell, formell und materiell gesehen die kunst von herman de vries auf einzigartige weise entwicklungen in der kunst, die natürliches über ganz bestimmte themen und symbole sichtbar machten, hinter sich ließ von dem moment an, als er anfing, natur als konkretes dokument ihrer selbst zu präsentieren.
- meiner meinung nach bedeutet deswegen eine ausstellung, die die naturwirklichkeit als materiell-konkretes faktum ins licht rückt, und die zugleich aspekte der menschlichen kommunikation mit der natur - seien sie philosophischer oder freudenreicher art - mit einbezieht, eine wichtige befragung der reichen und vielschichtigen tradition der konkreten kunst. was ist das konkrete an der kunst von herman de vries? wie sieht er die themen der universalität, die sich ja auch in seinem oeuvre rege machen? und was will ein künstler, der mit natürlichem und konzeptionellem arbeitet, seinem publikum mitteilen? weitgreifende fragen wie diese stellt sich der/die besucher/in - glücklicherweise - nicht, wenn er/sie in die ausstellung geht. im nachhinein möchte dieser text aber doch einige hintergrunde und hoffentlich einige erläuterungen zur ausstellung beitragen.
- dem titel der ausstellung 'texte & tatsachen' gemäß, stellt de vries uns direkt in medias res, inmitten der dinge von sowohl sprachlicher als auch natürlicher herkunft. damit ist zugleich auch die dynamik des immer aktuellen kultur-/natur-themas angesagt. die ausstellung, als eine zusammenhängende installation aufgefasst, bestätigt dies: nicht nur sind texte und tatsachen als künstlerisches material gleich wichtig und einander ebenbürtig präsentiert, ihr kontrast übt eine starke wirkung aus und stimuliert näheres zusehen. einerseits gibt de vries die natürliche welt nachdrücklich als ein eigenständiges phänomen und präsentiert sie in ihrem schweigenden so-sein als schön; andererseits gibt er seine arbeiten aus sprachlichem material, die implizit - aber nicht weniger beredt - vom menschen zeugnis ablegen. es ist ein befremdender kontrast: sind die schreibarbeiten als interpretationen der naturwerke gemeint? funktioniert die sprache wie immer als interpretator der wirklichkeit und entzieht sich ihr die natur als autonome wirklichkeit? ist es die unerreichbarkeit der natur, die "natur an sich", die de vries mitteilen möchte? ja und nein, die antwort ist nicht leicht zu geben. die frage bringt jedenfalls eine inspirationsquelle in erinnerung, die dem künstler lange zeit sehr wichtig war: von 1965 bis 1975 hat de vries sich tiefgründig mit dem tractatus logico-philosophicus (1921) von ludwig wittgenstein auseinandergesetzt. continued >>>>]
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Cees de Boer (1955) studied Dutch, Literary Theory and Philosophy and obtained his doctorate in 1995 on the collage novels of Max Ernst. He is a freelance publicist and exhibition organiser and has worked with an array of artists including Sjoerd Buisman, herman de vries and Ulay. He also performs as an actor and singer.
- 2010: In 2010 Cees de Boer launched his website 'to be all ways'. On his blog he publishes philosophical essays on the art of herman de vries. It is work-in-progress preparing the publication of a book in the autumn of 2011.
- 2009: 'Lebenskunst, die Sprache der Welt zu gewahren', in herman de vries : all this here / [Redaktion Barbara Strieder] (Stiftung Museum Schloss Moyland : Bedburg Hau 2009) 29-33 [Click here to see the article as pdf].
- 2003:
'Kennis der natuur als ervaring', in Open no. 4 'Kunst in het veranderende landschap' (2003) 50-55.
- 2001: 'alles is altijd overal, of: de wind is een groot reiziger', in Trudy van Riemsdijk-Zandee (red.), Kunstmatige natuurlijke netwerken. 11 projecten op het web, in het bos, langs de dijk, in het water en in het dorp Zeewolde (De Verbeelding : Zeewolde 2001) 8 pages.
- 2001: 'gewahr sein, was der fall ist', in herman de vries : texte und tatsachen (Museum für Konkrete Kunst : Ingolstadt 2001) 7-19.
- 2000: 'catalogue', in herman de vries / textes herman de vries, cornelis de boer; préface anne moeglin-delcroix (Galerie Aline Vidal : Paris/Anthèse : Arcueil 2000) 19-88.
- 1999: 'die konkrete poezie der landschaft', in herman de vries. die reisejournale. ... marguerite le 9me avril 1997 (kunsthaus nürnberg : nürnberg 1999) 7-20.
- 1998: 'Over de vergankelijkheid van de tekens', in herman de vries : over de vergankelijkheid van de tekens / Cees de Boer (Kunstvereniging Diepenheim : Diepenheim).
- 1998: '"de wereld is mijn poëzie". some moments from the life = work of herman de vries', in Oeuvreprijs 1998. Beeldende kunst : herman de vries (Stichting Fonds voor de beeldende kunsten, vormgeving en bouwkunst : Amsterdam) 8-53.
- 1997: 'from earth - noms de pays. herman de vries' erdausreibungen - earth rubbings', in herman de vries. from earth, von der erde (Städtische Galerie : Schwäbisch Hall 1997) 26-49.
- 1996: 'herman de vries', in exhibition catalogue Aspekte niederländischer Kunst heute (Skulpturenmuseum Glaskasten : Marl/Städtische Galerie Lüdenscheid : Lüdenscheid 1996) 30-35.
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- TEXT CREDITS
Cees de Boer, 'gewahr sein, was der fall ist', in exibition catalogue herman de vries : texte und tatsachen (Museum für Konkrete Kunst : Ingolstadt 2001) 7-19 (ill.).