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articles, essays and papers

  • Andreas Meier :: to be
  • auf reispapier in kathmandu gedruckt, erschien 1974 in der 'temporary travelling press publications nr. 2' ein kleines büchlein, genauer ein umschlag mit einer losen, beweglichen innenseite mit dem titel: to be all ways to be. aus der ferne lud herman de vries die in europa gebliebenen kunstfreunde ein, philosophisch-spielerisch über 'wege des seins' nachzudenken. hält man das büchlein in der hand und dreht die innenseite, erschrickt man über die bedeutungsvielfalt der verkürzten oder verlängerten wortfolge und deren wechselnden sinn, der jedesmal auf neue zusammenhänge lenkt:
    • to be all
      all to be
      to be to be
      all
      ways
      ways to be
      to be ways
      all ways
  • was sich hier aus dem sprachlichen zufallsspiel erschliesst, spannt einen bogen zwischen der konkreten poesie der 60er jahre und der denkweise des zenbuddhismus und hinduismus. de vries hat die intensive beschäftigung mit wittgenstein als skeptiker von sprache und philosophie hinter sich gelassen und findet sich wieder in der anschauung meister eckhardts, als meister des lesens und als meister des lebens. seither ist er darum bemüht die 'seeings of his beings' mitzuteilen. philosophie, kunst, wissenschaft und leben möchte er nicht mehr trennen.
  • über 'eine fruchtbare wanderung' schreibt er: "bin in den wald gegangen, um zu denken, vergass aber zu denken und fand es nicht nötig daran irgendeine schlussfolgerung zu knüpfen". ist der, der diesen satz geschrieben hat, zuvor und nachher der gleiche? spielt sich dieser satz ausserhalb der philosophie, der 'weisbegierde', wie das holländische wort lautet, ab? wohin bewegt sich in bewusstsein derjenige, der im lesen diesen satz nachvollzieht? "when you receive this is different!" heisst es auf einem kreisrunden briefstempel, mit dem herman de vries briefsendungen zu begleiten pflegt. das cartesianische cogito ergo sum muss radikal in frage gestellt werden. ihm hält herman de vries den sanskrit-text aus mandukya karika [1. in: eight upanishads vol. 2, translated by swami gambihiranda, calcutta] entgegen:
    • things that exist internally as
      long as the thought lasts and things
      that are externally related to
      two points of time, are merely imaginations
    um aber gleich wieder zu fragen: "i am not sure are you?"
  • wann und wie erlangen wir bewusstsein, und wie verlieren wir es? über den weg der philosophie, über die kunst, über naturerfahrun, über drogenerfahrung? oder gehört dies alles zusammen? "physik und metaphysik sind eins" lautet die kurzgefasste erkenntnis in einem manifestartigen text von 1995. ein langer weg, der anfangs der 70er jahre auf ausgedehnten inneren und ässeren reisen neue wahrnehmungsdimensionen erschliesst, führt ihn dazu, die 'natural relations' des menschen zu erforschen. dazu gehört nicht nur die ethno-botanische forschung in marokko, in indien und in der umgebung von eschenau, die ihn zu einem ethnomedizinischen spezialisten und schliesslich herausgeber der zeitschrift für geistbewegende pflanzen und kultur werden lässt. ... etc. [continued >>>>}
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  • about this text
  • text credits
  • Andreas Meier', 'to be', in: herman de vries : to be. texte-textarbeiten-textbilder. auswahl von schriften und bildern 1954-1995 / andreas meier (ed.) (cantz verlag : ostfildern 1995) 9-19 (ill.).